Die Renovierung des Nachbarn
Der Besitzer des Hauses gegenüber wollte die alte Außentreppe erneuern. Zwei Tage später kamen drei Arbeiter mit einem…
Der Besitzer des Hauses gegenüber wollte die alte Außentreppe erneuern. Zwei Tage später kamen drei Arbeiter mit einem Transporter voller Werkzeug und einem Container für den Schutt. Zuerst entfernten sie die Verkleidungssteine. Dann begannen sie, den darunterliegenden Beton mit Vorschlaghämmern zu zerschlagen. Von den fünf Stufen hatten sie nach all dem Hämmern nur eine geschafft. Ab und zu spürte ich von meinem Platz aus ein Beben. "Ist das ein Erdbeben?", dachte ich, erinnerte mich dann, dass es hier so etwas nicht gibt, und beruhigte mich. Mein Mann fing an zu schimpfen: "Baut ihr einen Bunker gegen Bombenangriffe oder was? Was soll das? Das ist eine Fünf-Stufen-Eingangstreppe. Wollen die oben drauf springen? So eine deutsche Gründlichkeit." Kurz darauf gaben die Arbeiter den Versuch auf, von Hand weiter zu zerschlagen. Am nächsten Tag brachten sie einen kleinen Raupenbrecher. Er hämmerte den ganzen Tag — TAK TAK TAK — und erledigte die restlichen vier Stufen. Am dritten Tag zerschlug er morgens die verbliebene Plattform vor der Tür. Dann kamen ein kleiner Bagger und eine mobile Toilette. Der Bagger lud die großen Betonbrocken der Treppe in den Container. Sie zäunten den Bereich um das Haus ab. Kein Staubkorn entkam. Jetzt haben sie angefangen, rund um das Haus zu graben. Ich glaube, jetzt kommt die Abdichtung.


















